Nach der Fernwärme sehen die kommunalen Wärmeplanungen der Städte Ludwigsburg und Kornwestheim auch Wärmepumpen als zukunftsfähige Heiztechnolgie. Allerdings unterscheiden sich die verschiedenen Konzepte stark in Effizienz, Kosten, Genehmigungsaufwand. Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) gibt dazu einen Überblick.
Luft-Wasser-Wärmepumpen nutzen Umgebungsluft als Wärmequelle und sind vergleichsweise kostengünstig in der Anschaffung. Sie benötigen wenig Platz und sind einfach zu installieren. Die Effizienz von Wärmepumpen ist abhängig von der Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Systemtemperatur (Vorlauf des Heizsystems). Das bedeutet für Luft-Wasser-Wärmepumpen eine schwankende Effizienz je nach Außentemperatur.
Sole-Wasser-Wärmepumpen nutzen im Erdreich gespeicherte Wärme als Energiequelle. Hierfür werden Erdkollektoren horizontal oder Erdsonden vertikal in den Boden gebracht. Bohrungen erhöhen die Installationskosten. Zudem sind geeignete Bodenbeschaffenheit und größere, unversiegelte Grundstücksflächen wichtige Grundvoraussetzungen. Die höheren Kosten und der Mehraufwand durch Genehmigungsverfahren zahlen sich langfristig jedoch aus. Erdwärmepumpen sind aufgrund der konstant hohen Bodentemperatur ganzjährig äußert effizient, leise und langlebig.
Wasser-Wasser-Wärmepumpen nutzen Grundwasser als Wärmequelle, wofür zwei genehmigungspflichtige Brunnen gebohrt werden müssen. Chemische Zusammensetzung des Wassers oder geringe Grundwasserspiegel können die Nutzung verhindern. Planungsaufwand und Kosten sind durch die Bohrungen höher als bei Luft-Wasser-Wärmepumpen; dafür sind sie aufgrund der konstant hohen Wassertemperatur von 8 bis 12 Grad Celsius auch deutlich effizienter.
Neben verschiedenen Konzepten gibt es auch eine Vielzahl an Anbietern und Modellen am Markt. Ein übersichtlicher und komfortabler Weg zur passenden eigenen Wärmepumpe führt über die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim, die interessierten Bürgerinnen und Bürgern unverbindlich Angebote namhafter Hersteller vermittelt:


