Fernwärme: Stetiger Ausbau trifft auf steigende Nachfrage

Mitte des Jahres 2025 haben die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) und ihre beiden Gesellschafterstädte eine regionale Wärme-Website online geschaltet, auf deren interaktiver Karte Bürgerinnen und Bürger ihr Interesse an Fernwärme bekunden können. Mit Erfolg: Die Anzahl der dort hinterlegten Marker steuert mittlerweile zielsicher auf die 1.000 zu.

„Die Resonanz ist überragend und hilft uns nicht nur im Vertrieb, sondern auch bei der Netzplanung immens weiter“, bilanziert Saša Janić, Abteilungsleiter Wärmevertrieb und Wärmewirtschaft bei der SWLB. „Im ersten Halbjahr 2025 gingen etwas mehr als 200 Anfragen nach Fernwärme bei uns ein. Nach Freischaltung der Website gab es im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres mit weiteren knapp 600 Interessensbekundungen einen deutlichen Schub.“ Über die gestiegene Zahl an Anfragen freut sich auch Moritz Garbas, der als Projektentwickler in der SWLB-Abteilung Strategie und Entwicklung Wärme für die Ausbauplanung der regionalen Fernwärmenetze zuständig ist: „Bereits in unseren letzten Planungs-Updates haben wir aufgrund der gesetzten Marker den Ausbau einzelner Straßen vorgezogen. Da die Datengrundlage immer besser wird, werden wir ab 2027 unsere Ausbaustrategie ganz konkret daran orientieren.“ Denn klar ist:  Die SWLB will die Fernwärme zuerst dort ausbauen, wo sie gebraucht und gewollt wird.

Die kommunalen Wärmeplanungen der Städte Ludwigsburg und Kornwestheim setzen beide auf Fernwärme als zukünftige Heiztechnologie Nummer eins. Zum Jahreswechsel 2025/2026 bestanden unter Obhut der SWLB knapp 85 Leitungskilometer mit knapp 1.600 aktiven Hausanschlüssen, die im Prinzip den in Betrieb befindlichen Übergabestationen in den Heizungskellern entsprechen. „Das mag sich zunächst nach wenig anhören – tatsächlich steckt dahinter jedoch eine beachtliche Wärmemenge. Fernwärme wird vor allem in Mehrfamilienhäusern, Wohnanlagen, Unternehmen sowie öffentlichen Einrichtungen genutzt. Ein einzelner Anschluss versorgt daher häufig nicht nur einen Haushalt, sondern viele Wohnungen oder ganze Gebäude.“, erläutert Janić. Die bereitgestellte Gesamtwärmeleistung ist beeindruckend und lag Ende 2025 bei rund 135.000 Kilowatt. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Haushalt benötigt etwa 10 Kilowatt Anschlussleistung. „Unsere gelieferte Wärme entspricht somit in etwa dem Bedarf von rund 13.500 Haushalten“, rechnet Janić vor.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich weiterhin in die Fernwärme-Karte eintragen und so aktiv auf die Ausbauplanung der SWLB einwirken:

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